Sankt Martin in Urdenbach Ost

 

16.11.2017 um 17:00 Uhr

ab Südallee 100    

Orga: GGS Südallee

 

 

Der große Urdenbacher Martinszug zieht von der GGS Schule, Südallee 100,     über mehrere Seitenstraßen. Kinder begleiten Sankt Martin und seinem Pferd  mit bunten Laternen. Die passende Laterne für den Sankt Martins Zug, ist natürlich sehr wichtig. Schön ist es wenn die Laternen selber gebastelt werden können. Im Anschluss an den Martinszug wird auf dem Schulhof ein Martinsfeuer entzündet. Die Kinder versammeln sich um das Feuer.  Groß und Klein lauschen aufmerksam der Geschichte um den römischen Feldherrn St. Martin und den Bettler. Dies erfreut schon über mehrere Jahre alle Besucher aber insbesondere unsere Kinder.

 

 

Ich geh' mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne,
hier unten leuchten wir.
Ein Lichtermeer
zu Martins Ehr.
Rabimmel, rabammel, rabumm.


 

 

Martin von Tours 316-398 in Ungarn geboren, war zunächst Offizier der römischen Kaisers.    Mit  18  Jahren ließ er sich taufen, mit 40 Jahren quittierte er den Dienst im Heer und wurde Missionar. Seit 371 wirkte er als Bischof von Tours.

 

 

 

 

 

 

 

Martins größter Wunsch war, einmal ein Soldat des Kaisers zu werden. Deshalb trat er schon früh in das Heer des Kaisers ein. Er war noch nicht einmal achtzehn Jahre alt. Martin war mutig und tapfer, er hatte viele Freunde. Aber besonders stolz war er auf sein Pferd. Für Martin gab es nichts Schöneres, als auf seinem Pferd durch die Straßen der Stadt zu reiten. Sogar im Winter sattelte er sein Pferd und machte mit ihm eine Ausritt. An einem Abend war es besonders kalt, auf den Straßen lag dicker Schnee. Trotzdem sattelte Martin sein Pferd und führte es aus dem Stall, als er durch die Straßen ritt, begegnete ihm kein Mensch. Nicht einmal ein Hund trieb sich noch draußen herum, allen war es viel zu kalt. Die Menschen hockten in ihren Zimmern um das Feuer herum, und die Tiere rückten im Stall ganz eng zusammen. Martin trieb sein Pferd an, beim schnellen Ritt würde ihnen beiden warm werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch plötzlich zügelte Martin sein Pferd. Da lag doch etwas im Schnee am Straßenrand. War es ein Tier? War es ein Mensch? Vorsichtig ritt Martin näher, da hörte er ein leises Stöhnen. Als er sich niederbeugte, erblickte er einen Mann, der wimmerte vor Kälte. Es war ein Bettler, der nur Lumpen trug, “ Ich friere so!” jammerte er . Martin zögerte nicht, er griff nach seinem Schwert, nahm seinen Mantel von der Schulter, packte das Schwert und schnitt seien eigenen Mantel mittendurch. “Das schenke ich dir” sagte er und reichte dem Bettler den halben Mantel. “Danke!” sagte der Bettler leise und wickelte sich in den Mnatel ein. Martin aber legte die andere Hälfte um sich , trieb sein Pferd an  und ritt davon.

 

 

 

 

Nachts träumte er von Jesus, darauf verließ er das Heer des Kaiser. Er wollte kein Soldat mehr sein, er wollte lieber den Armen helfen. Überall im Land erzählte man von dem Heiligen Martin. Die Geschichte von dem armen Bettler hatte sich weit herumgesprochen, so war Martin ein bekannter Mann. Viele Menschen liebten und verehrten ihn, sie wollten Martin sogar zum Bischof machen. Aber Martin wollte nicht Bischof werden, dafür war er viel zu bescheiden. Er hatte angst vor diesem Amt und meinte er würde nie ein guter Bischof werden. Als die Leute kamen und ihm zum Bischof machen wollten, versteckte er sich in einem Gänsestall. Hier werden sie mich bestimmt nicht suchen, dachte er. Die Gänse im Gänsestall aber schnatterten so laut und waren so aufgeregt, das Martin schließlich doch entdeckt wurde. So wurde Martin Bischof und er wurde ein guter Bischof.